Gesundes Wohnen im Lehmhaus
Ein beinahe in Vergessenheit geratener Baustoff kommt wieder in Mode: der Lehm. Über hundert Jahre wurde lieber mit Backstein, Ziegel, Zement oder Beton gebaut als mit dem besonders schall- und waermedaemmenden Naturstoff. Mit Lehm ausgefachte Waende in alten Fachwerkhaeusern zeugen noch von einem weitverbreiteten Einsatz von Lehm als Baumaterial.

Ein gesundes Klima
Dass Lehm heutzutage wieder vermehrt Freunde findet, liegt vor allem an seinen qualitativen Merkmalen. Das gesunde Raumklima, das der sanfte Baustoff in Haus- und Zimmerwaenden erzeugt sowie die Eigenschaft, die Luftfeuchtigkeit konstant bei etwa 50% zu halten, machen Lehm zu einer sympathischen Bautechnik. Darüber hinaus ist das Bauen und Wohnen mit Lehm gerade wegen seiner bauphysikalisch hervorragenden Beschaffenheit für Allergiker und Asthmatiker ratsam. Dass Lehm auch in Heilerde verwendet und in Apotheken verkauft wird, unterstreicht seine gesundheitsfördernde Wirkung.

Leicht zu verarbeiten
Auch unter Kostengesichtspunkten ist ein Lehmhaus mehr als nur konkurrebzfähig. Lehm läßt sich praktisch überall finden und muss nicht wie andere Baustoffe über lange Streckken auf Kosten der Umwelt und der Geldbörse herangeschafft werden. Er hat in seiner Entstehungsgeschichte keine künstliche Energie verbraucht und kann komplett wiederverwendet oder problemlos entsorgt werden. Fachmaennisch aufbereitet ist Baulehm ein Material, das besonders leicht zu verarbeiten ist. Aufgrund seiner physikalischen Zusammensetzung lassen sich auch Reperaturen am Lehmhaus leicht durchführen. Kuenstler unter den Bauherrenkönnen darüber hinaus viele ihrer Vorstellungen bei der Gestaltung ihres Lehmhauses verwirklichen. Wegen seiner höheren Pflegebeduerftigkeit kostet das Bauen mit Lehm allerdings etwas mehr Zeit als die konventionellen Bauweisen. Aber hier gilt - Eigenleistungen sind auch beim Hausbau Trumpf.